Shaolin Kultur Zentrum
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Waffen

Stock (Gun)

Der Stock ist der Ursprung aller Waffen. Seine Bewegungen sind einfach, doch im Kampf äußerst wirksam. Es ist eine Waffe mit einer sehr großen Reichweite, die sowohl gegen bewaffnete als auch gegen unbewaffnete Gegner eingesetzt werden kann. Der Stock ist hervorragend dazu geeignet, um den Gegner auf Distanz zu halten. Mit ihm kann man sich den verschiedensten Waffen zu Kampf stellen ohne sich dabei in einer unterlegenen Position zu befinden.

Die Techniken sind sehr viefältig: Man kann schlagen, dem Gegner die Beine wegziehen, mit der Spitze zustechen und vieles mehr. Er rotiert in den Händen und befindet sich in ständiger Bewegung.

Der Stock darf nicht länger als die eigene Körpergröße und nicht kürzer als die Halshöhe sein. Zu einem Ende hin muss er sich um einige Millimeter konisch verdicken. Er sollte eine gewisse Elastizität aufweisen, darf aber nicht zu weich sein.

 

Speer (Qiang)

Der Speer gilt in China als der "König der Waffen" und er ist so alt, wie das Land selbst. Wegen seiner unkomplizierten Herstellung war der Speer die am häufigsten vorkommende Waffe auf den historischen Schlachtfeldern. Typische Merkmale des chinesischen Speeres sind die in Form eines Blattes ausgeführte Klinge und die direkt darunter angebrachte Quaste aus rotem Rosshaar. Diese hat zum einen die Aufgabe, dem Gegner das Erkennen der Angriffe zu erschweren, und zum andern soll sie verhindern, dass Blut den Schaft herunterfließt und die Griffsicherheit beeinträchtigt.

Der Speer ist ein Waffe mit großer Reichweite, die vor allem für Stöße mit der Spitze gedacht ist. Viele Techniken, die für den Stock entwickelt wurden, können auch auf den Speer übertragen werden.

 

Hellebarde (Kwan Dao)

Von dieser Waffe, die ursprünglich für den Kampf zu Pferde entwickelt wurde, exitieren heute ca. 40 Varianten. Sie geht zurück auf den General Kwan Yu, der zur Zeit der drei Reiche (220 – 280 n.Chr.) lebte. Von ihm stammt die berühmte "Grüne Drachen Halbmond Hellebarde". Die Hellebarde war die Waffe und das Statussymbol der Offiziere.

In der ursprünglichen Ausführung ist das Kwan Dao eine sehr schwere Waffe mit einer Klinge aus reinem Gusseisen, die in ihrer Form einem Halbmond ähnelt. Die "Grüne Drachen Halbmond Hellebarde" des Generals Kwan Yu wog fast 50 kg. Die Schneide ist scharf geschliffen und und ermöglicht ähnliche Aktionen, wie mit einem Säbel. Auf der Rückseite der Klinge gibt es scharfe Erhebungen und dort ist auch eine rote Quaste (das Chui-Feng) befestigt. Sie dient - ähnlich wie beim Speer - dazu, die Aufmerksamkeit des Gegners zu beeinträchtigen. Der Stiel besteht aus hartem Holz. Am anderen Ende befindet sich ein metallener Stachel, der als Waffe eigesetzt werden kann, aber auch als Gegenwicht zur schweren Klinge dient.

Aufgrund der Größe und des Gewichts des Kwan Dao ist die sehr genaue Ausführung der Bewegungsabläufe enorm wichtig. Ansonsten kann die Waffe nicht mit der nötigen Wucht und Schnelligkeit geführt werden bzw. man läuft Gefahr, das Gleichgewicht zu verlieren. Die Techniken sind sehr vielfältig: Schmettern, Drehen, Schneiden, Graben, Fegen, Schwingen, Hochheben, Schleifen, Wirbeln, Stoßen, Blocken, Aufspießen.

 

Säbel (Dan Dao)

Der Säbel gehört mit zu den ältesten chinesischen Waffen. Er tauchte in der Frühlings- und Herbstperiode (Chunqiu) und später in der Zeit der kämpfenden Reiche (Zhanguo) erstmals auf den Schlachtfeldern auf. Während das Schwert (Dan Jian) die bevorzugte Waffe der Adligen war, wurde der Säbel hauptsächlich von den Kriegern und Soldaten verwendet.

Die leicht gebogende Klinge besteht aus einer Schneide und einen stumpfen Säbelrücken. Der Säbel wird mit kreisenden Bewegungen mit der stumpfen Seite eng um Hals und Körper geführt und die Techniken werden mit Einsatz der gesamten Körperkraft ausgeführt. Dadurch erhalten die Schläge eine große Wucht. Der Säbel wird hauptsächlich als Hieb- und Schnitt- und seltener als Stichwaffe verwendet. Er hat die optimale Länge, wenn er von der Hand bis zum oberen Rand des Ohres reicht.

 

Schwert (Dan Jian)

Charakeristisch für das Schwert ist die gerade, doppelschneidige Klinge. Es ist die komplexeste und schwierigste Waffe in den chinesischen Kampfkünsten. Ein chinesisches Sprichwort besagt: "Um den Säbel zu beherrschen braucht man 100 Tage, aber um das Schwert zu beherrschen, können auch 10000 Tage nicht reichen".

Im Gegensatz zum Säbel wird für die Ausführung der Techniken kein großer Kraftaufwand benötigt. Das Schwert hat gegenüber dem Säbel erheblich mehr technische Möglichkeiten. Die beidseitige Schnittfläche ermöglicht einen schnellen Richtungswechsel, ohne den beim Säbel nötigen Bewegungsaufwand.

Das Erlernen der Schwertform stellt hohe Anforderungen. Die komplexe Fussarbeit und die schnellen aufeinanderfolgenden Körperdrehungen erfordern viel Übung. Bei korrekter Handhabung liegt das Schwert fast schwerelos in der Hand. Es ist in der Hand eines Experten eine effektive und gefährliche Waffe.

 

 

Kung Fu Formen

Wu Bu Quan

Fünf Stellungen. Die Wu Bu Quan ist eine kurze Übungssequenz, in der die 5 Grundstellungen über einfache Bewegungen verbunden werden. Sie dient als Vorbereitung für das Erlernen des Shaolin-Kung-Fu. Dem Schüler wird das grundlegende Verständnis für korrekte Körperbewegungen -und Stellungen vermittelt. Sie beinhaltet die 5 Grundstellungen Ma Bu (Pferdstellung), Gong Bu (Drachenstellung), Xu Bu (Katzenstellung), Xie Bu (Scherenstellung) und Pu Bu (tiefe, gehockte Stellung).

 

Lian Huan Quan

Verknüpfte Faust. Diese Form wird gleich im Anschluss an die Wu Bu Quan gelehrt. Es ist eine kurze, einfache und sehr dynamische Form. Die Basistechniken des Shaolin Kung Fu werden vertieft und Kraft und Kondition entwickelt.

 

Xiao Hong Quan

Kleine Rote Faust. Das ist die erste "große" Form, die jeder Schüler in Shaolin zu erlernen hat. Durch den häufigen Wechsel zwischen hohen und tiefen Stellungen wird die Beweglichkeit und der Gleichgewichtssinn trainiert. Außerdem wird die Koordination der Bewegungen von Händen, Augen, Körper und Beinen geschult. Angriff und Verteidigung zeichnen sich durch einfache, präzise und äußerst schnelle Bewegungen aus.

 

Tong Bi Quan

Die Form enthält eine Vielzahl unorthodoxer Bewegungen und Finten, um den Gegner zu verwirren oder zu täuschen. Die Angriffe werden schnell ausgeführt und gleich wieder zurückgenommen. Dadurch folgen sie sehr schnell aufeinander und der Gegner wird permanent unter Druck gesetzt. Viele Techniken stammen aus der Xiao Hong Quan, der Da Hong Quan und der Affe-Faust.

 

Da Hong Quan

Große Rote Faust. Die Da Hong Quan ist eine fortgeschrittene Shaolin-Form, die aus der Xiao Hong Quan entwickelt wurde. Sie beinhaltet ein umfangreicheres Repertoire an Techniken und ist berühmt sowohl für kraftvolle Angriffs- und Verteidigungsbewegungen als auch für überraschende trickreiche Bewegungen.

 

Luo Han Quan

Faust des Arhat. Das ist eine Form mit ausgesprochen kraftvollen, schnellen und direkten Bewegungen. Sie trainiert Körperkraft und Reaktionsschnelligkeit sowie die Koordination von Körperbewegungen und Atmung.

 

Qi Xing Quan

Sieben Sterne Form. Der Name bezieht sich auf die Sieben Sterne am nördlichen Sternenhimmel und verkörpert die Verbindung des Menschen mit dem Himmel. Die Form zeichnet sich durch häufige Richtungswechsel aus. Harte Angriffe werden mit wenig Kraft und sehr effektiv gekontert.

 

Wuxing Bafa Quan

Fünf Formen, Acht Methoden. Die Form beinhaltet Bewegungen von 5 Tieren (Drache, Tiger, Kranich, Schlange und Leopard) und zeichnet sich durch sehr variable Abwehr- und Angriffstechniken aus.

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